Pressestimmen

 

Traumwelten mit Teenagern

"Mit Berufsmusikern verstärkte Laienorchester können durchaus mit professionellen Orchestern konkurrieren. Das Orchester Santa Maria, das sich zunehmend als Plattform für den Musiker-nachwuchs profiliert, bewies es am Sonntag im Maihof Luzern mit einem Programm, das sich auch mit jungen Solisten in der Ausbildung quasi zwischen beiden Bereichen bewegte.

Dass in diesem Orchester ausser den Stimmführern nur Laien musizierten, war nun, wie noch vor einigen Jahren, nicht mehr zu hören. Flexibel in Dynamik und Rhythmik sowie sicher in der
Intonation bot das Kammerorchester ein Konzert, in dem selbst die vielen Kinder ruhig bis zum Ende zuhörten. Das war umso bemerkenswerter, als das Konzert mit der Uraufführung der
Komponistin Sandra Stalder auch inhaltlich neue Wege ging."

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Santa Maria mit grosser Sinfonik

"Bereits bei der einleitenden Hebriden-Ouvertüre von Felix Mendelssohn-Bartholdy gefiel, wie sorgfältig und ruhig der von der Geige herkommende Dirigent Droujelub Yanakiew das Orchester führte und die Eindrücke (...) zu einer stimmigen Einheit verband."

"Vollends zum Genuss wurde der Dialog zwischen den beiden Solisten, die sich ganz auf Innigkeit und Ernst einschworen, dabei vortrefflich miteinander harmonierten und in den auskomponierten Kadenzen im Allegro maestoso und im Andante zu Hochform aufliefen."

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Mehr als musikalische Postkarten aus dem Norden

"Sie waren ein Paradebeispiel dafür, wie regionale Musikkräfte zur Förderung des musikalischen Nachwuchses und Musiklebens beitragen können: die Auftritte des Orchesters Santa Maria in Luzern und Hergiswil vom Freitag und Samstag."

"In seiner auch von der Folklore genährten Sprache dringt das Konzert direkt ins Bewusstsein."

"Mit seinem musikalisch reifen und gepflegten Spiel kämpfte das von starken professionellen Kräften gestützte Amateurorchester schon zu Beginn erfolgreich gegen die eher nüchterne Saal-
atmosphäre der ehemaligen Maihofkirche vor der kahlen Wand an und verbreitete viel nordische Sommernachtstraum-Atmosphäre."

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Ein Tongemälde mit bewegenden Bildern

"Das Luzerner Orchester Santa Maria vereinigt Musik, Lyrik und Bilder zu einem Gesamtkunstwerk. Ein Abend voller Inspirationen."

"Melodientrunkene, satte Klänge kontrastieren fast unmerklich schwebende Sphärenmusik. Mal eher in der Vertikalen verharrend, kaum einer Bewegung unterworfen, folgen wieder Teile, wo das Ganze vorwärtsdrängt (...) Das Luzerner Orchester Santa Maria unter dem exzellenten Dirigtenen Droujelub Yanakiew musiziert auf hohem Niveau."

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Gehobene Unterhaltung auf Südamerikanisch

"Die Musiker des Orchesters Santa Maria präsentieren Stücke, die nach der Synthese suchen –zwischen zwei Kontinenten. (...)  

«Santa olé» als Konzertmotto beschriebin Kürzestform trefflich eine Entwicklungweg vom ursprünglichen luzernischen Kirchenorchester zu einem aktuellen Programm, das sich im Grenzbereich zwischen Klassik und gehobener Unterhaltung bewegte. Dafür standen auch alle musikalischen Voraussetzungen zur Verfügung: Neben der sicheren Beherrschung des Notentextes bis in die hintersten Pulte beeindruckte gleichzeitigdie Homogenität innerhalb der einzelnen Register. Ein Sonderlob gebührt dabeiden meist unabhängig von den Cellispielenden Kontrabässen, die an vielen Stellen auch solistisch eingesetzt wurden. (...)"

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Diese Musik geht unter die Haut
"Die ungewohnten Klangwelten des Requiems für Streicher [von Toru Takemitsu] wurden vom Orchester unter der Leitung des bulgarischen Dirigenten Droujelub Yanakiew zu vibrierender, eindringlicher Wirkung gebracht.

[...] Düster und erschütternd ging es weiter mit der Kammersinfonie Op. 118 des russischen Komponisten Dmitri Schostakowitsch (1906-1975). [...] Das Orchester spielte das Werk präzis, wuchtig und spannungsgeladen. Das Allegro Furioso, in dem die Wut und auch die Trauer des Komponisten sich abbilden, ging in dieser Interpretation richtiggehendend unter die Haut.

Nach der Pause spielte das Orchester, verstärkt durch vier Bläser, Mozarts grossartige Sinfonie A-Dur KV 201. Es war der vom Dirigenten angekündigte Aufbruch ins Licht - gespielt mit Rasanz und Leidenschaft. Dass in der etwas halligen Akustik der Matthäuskirche nicht alle Klangdetails hörbar wurden, war angesichts eines insgesamt überzeugenden Konzerts zu verschmerzen."

Voller Lebensfreude
"Der seit knapp zwei Jahren wirkende Dirigent Droujelub Yanakiew versprühte am Sonntag im Chamer Lorzensaal nicht nur in seiner äusseren Erscheinung Lebensfreude; er wusste sie auch zum Konzept seiner Interpretationen zu machen. Ausgezeichnet gelang so die nach der Pause gespielte Mozart-Sinfonie KV 425 (bekannt als 'Linzer Sinfonie'). Nach Briefzeugnissen soll das Werk in nur vier Tagen entstanden sein. Der Dirigent wusste aber eine Reihe von Feinheiten herauszuholen, welche die Komposition weit über die damalige Massenproduktion an Sinfonien stellte. Mit einer über verschiedenste Register verteilten Thematik erlebte man auch ein sicheres musikalisches Können, welches bis in die hintersten Pulte reichte und erst dadurch einen geschlossenen Gesamtklang ermöglichte."

Ein rhythmisches Feuerwerk
"Die Musiker des Orchesters Santa Maria zeigten keine Berührungsängste mit der unkonventionellen Komposition ['Divertimento für Streichorchester' von Grazyna Bacewicz] und meisterten sie mit Hingabe und Spielwitz.

[...] Für die 'Sinfonie Nummer 7 in A-Dur' von Ludwig van Beethoven wurden die Streicher durch einen Bläsersatz verstärkt. Das Orchester überzeugte mit beeindruckender Dynamik im Wechselspiel mit den Stimmführern auf den Holzblasinstrumenten. So gedieh Beethovens Meisterwerk zu einem rhythmischen Feuerwerk."

KKL Luzern - Überwältigender "Sonnengesang"
"Starke Naturbeschwörung im ausverkauften Konzertsaal des KKL: Der Luzerner Lehrerchor sang Suters 'Le Laudi' nach Franz von Assis' 'Sonnengesang'.

[...] Die Altistin Nina Amon trug diesen Abschnitt mit bewegender Verinnerlichung vor, in idealer Balance zum subtil und mit zartem Schmelz begleitenden Orchester Santa Maria. Das halbprofessionelle Orchester bildete überhaupt die angenehme Überraschung des Abends und trug Wesentliches zum überwältigenden Eindruck dieses 'Sonnengesanges' bei."

"Schostakowitschs Kammersinfonie op. 73a für Streicher, Holzbläser und Harfe thematisiert die Sinnlosigkeit des Krieges. Das Orchester meisterte die anspruchsvolle Partitur konzentriert und kammermusikalisch transparent, mit reichen klanglichen Schattierungen und emotional packend. Eindrücklich der sich in der Stille verlierende Schluss, der das Publikum lange nicht ans Applaudieren denken liess."

"Claude Debussys Petite Suite in der Orchestrierung von Henri Büsser lag dem Orchester offensichtlich. Es kostete die Stimmungen der vier Sätze lustvoll aus, fand überall die richtigen Farben und vor allem jenen ungezwungenen Ton, von dem diese Musik lebt. Höhepunkt des Abends war Camille Saint-Saëns a-Moll-Cellokonzert mit dem jungen Solisten Adam Mital. [...] Das Orchester meisterte seinen heiklen Part ausgezeichnet, nahm in den Tuttistellen das Heft kraftvoll in die Hand und begleitete den Cellisten flexibel und mit der nötigen Zurückhaltung.

[...] Francis Poulencs Sinfoniette führte an die Grenzen dessen, was Amateure bewältigen können. Vieles gelang ausgezeichnet und das Orchester entwickelte einen opulenten, sinfonischen Sound. Doch herrschte nicht mehr jene Leichtigkeit wie bei Debussy und man ahnte um die Schwierigkeit der Partitur. Am Ende blieb der Gesamteindruck positiv; das Risiko des Grenzgangs hatte sich gelohnt."

"Benjamin Brittens Doppelkonzert für Violine, Viola und Orchester sähe man gerne öfters auf Konzertprogrammen, vor allem wenn man es so exzellent zu hören bekommt wie am Sonntag mit den beiden Solisten Paul Barritt und Semra Griffiths, die in traumwandlerischer Sicherheit zusammen musizierten. Das Orchester unter der Leitung von Dieter Lange beschränkte sich nicht auf die Rolle des Begleiters, sondern trat zu den Solisten in einen echten Dialog und traf den richtigen Britten-Ton. In Strawinskys beiden Suiten für kleines Orchester schliesslich wurde die epigrammatische Zuspitzung der kleinen Form souverän gemeistert.

[...] Beethovens Ballettmusik "Die Geschöpfe des Prometheus" thematisiert die Veredlung des Menschen durch den musischen Unterricht auf dem Parnass und zeigt den Komponisten von seiner optimistischen, lebensbejahenden Seite. Lange gestaltete die reiche Partitur transparent und differenziert. Er setzte klare Akzente und brachte sein Orchester ausgezeichnet zum Klingen. So war ein spannender Beethoven zu hören, von den schroffen Eröffnungsakkorden der Ouvertüre über das zarte Konzert der Grazien mit fünf Soloinstrumenten und die scharf akzentuierte Kriegsmusik des Gottes Mars bis zum Finale, das ein Thema der 'Eroica' vorwegnimmt. Einziger Wermutstropfen: einige Intonationstrübungen und verwischte Läufe.

Das Orchester Santa Maria bestätigte einmal mehr seine herausragende Stellung in der regionalen Orchesterlandschaft. Ein grösseres Publikum wäre ihm zu wünschen."

"Möglich machte diese Vielfalt, dass Santa Maria sich nicht scheut, Barockmusik zu spielen, die Sinfonieorchester heute den Spezialisten überlassen. Es bewies, dass auch ein semiprofessioneller Klangkörper die historische Aufführungspraxis spürbar berücksichtigen kann. Bibers 'La Battaglia' nahm zwar die hier massig wirkende Besetzung viel von seinem kriegstreiberischen Biss. Aber in den drei Stücken aus Dowlands Lachrimae-Zyklus verbanden sich auf berückende Art die schlank gespielten Streichergesänge mit einer Klangkultur, die die Stärke des Orchesters bildet und beste Voraussetzungen für die Wiedergabe neuerer Werke bot."

"Die Streicher entfalteten wie schon in der einleitenden 'Simple Symphony' von Benjamin Britten betörenden Klangschmelz [...] Kurzum: Das Orchester Santa Maria scheint auch unter Dieter Lange seine Erfolgsgeschichte fortschreiben zu wollen."

"Einmal mehr verblüffte der hohe technische Stand der Orchestermusiker. Während die Bläser als Zuzüger vorwiegend Berufsmusiker sind, sind die Streicher grösstenteils Laien. Umso höher ist die Leistung dieser Gruppe zu werten, die etwa in Ferruccio Busonis 'Rondo Arlecchinesco' bis an ihre Grenzen gefordert war. Trotz hoher Anforderungen spielte das Orchester immer differenziert, sowohl in der Dynamik wie im Ausdruck - dies sicher ein Verdienst Dieter Langes."

"Gut dass sich die szenische Darstellung bei der abschliessenden Carmen-Suite auf eine parodistische Nachzeichnung der blutig endenden Handlung vor Beginn beschränkte. Denn da zog einen die Musik völlig in Bann und duldete keinerlei Ablenkung. Alle guten Geister, alle Qualitäten, die das Orchester in der fünfjährigen Zeit unter der spanischen Dirigentin errungen hat, schienen sich hier zu vereinen. War das wirklich ein Laienorchester, das ohne irgendwelche Kompromisse in tempomässiger Hinsicht so glutvoll sinnlich und rhythmisch mitreissend sich in die bekanntesten Abschnitte von Bizets meisterlicher Partitur stürzte? Wüsste man es nicht, man würde es nicht glauben."

"Das harmonisch aufeinander eingespielte Orchester unter der brillanten musikalischen Leitung der Star-Dirigentin Gloria Isabel Ramos Triano wirkte äusserst homogen. Mit dem Taktstock in der Hand am Pult stehend, lebt sie die Musik in einer Art - man ist versucht zu sagen - tänzerischer Körpersprache. Diese übertrug sich in spürbarer Intensität auf die Spieler und ebenfalls auf das Publikum."