Orchester Santa Maria Jahresbericht 2017

 

Es geht weiter mit den an Engagements reichen Jahren!
Das Orchester Santa Maria hat in den letzten Jahren seinen Namen bei den Luzerner Vereinen einmal mehr in Erinnerung gerufen und durfte auch 2017 mit verschiedenen namhaften Luzerner Chören zusammenarbeiten. Zudem bestritten wir drei eigene Projekte: Im Frühling ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Händelchor, im Herbst unser Projekt in der Reihe «Musiker der Zukunft» mit drei spannenden jungen Solistinnen und Solisten sowie unser alljährliches Weihnachtskonzert im St. Anna.


7. Mai 2017, Gemeinschaftsprojekt mit Händelchor im KKL Luzern

  • Antonin Dvořák: Sinfonie Nr. 9 „Aus der neuen Welt“
  • George Gershwin: Porgy & Bess, Konzertversion

Bereits im Jahr 2016 begann der Vorstand mit der Organisation unseres Gemeinschafts-projektes mit dem Händelchor Luzern (Dirigent: Pirmin Lang) vom 7. Mai 2017 im KKL Luzern. Das Programm gestaltete sich mit der Sinfonie Nr. 9 «Aus der neuen Welt» von Dvořák sowie Gershwins «Porgy & Bess» als sehr interessant und vielfältig. Für das Orchester waren die Werke sehr vielseitig zu spielen, die Probearbeit mit Droujelub und Pirmin hat Spass gemacht und war überaus erfolgreich. Die beiden Solisten in «Porgy & Bess» – Ebony Preston Woods und Derrick Lawrence – rundeten das tolle Konzerterlebnis in einem gut gefüllten KKL-Saal (1100 verkaufte Tickets) ab.

8./9. April 2017, Engagement mit dem PH-Chor Luzern im MaiHof Luzern

  • Karl Jenkins, Stabat Mater

Während den Vorbereitungen für das Gemeinschaftskonzert hat ein kleinerer aber nicht weniger engagierter Teil des Orchesters den 150-köpfigen Chor der Pädagogischen Hochschule Luzern unter der Leitung von Rainer Held bei ihren zwei Konzerten von Jenkin’s «Stabat Mater» vom 8. und 9. April 2017 begleitet. Dieses Engagement entstand aus der guten Zusammenarbeit mit Pirmin Lang, welcher das Konzert mit einem Teil des Chors einstudiert hat. Wir dürfen auch im Jahr 2018 den PH-Chor wieder begleiten.

24. Mai 2017, Engagement mit Klangwerk Luzern im KKL Luzern

  • Francis Poulenc, GLORIA
  • Luis Bacalov, MISA TANGO
  • 2-3 Tangos von Piazolla

Ebenfalls im Mai durften wir erneut im Konzertsaal des KKL spielen. Dieses Mal mit dem Konzertchor «Klangwerk» Luzern (ehemals Lehrerinnen- und Lehrerchor) unter der Leitung von Moana Labbate. Das Programm mit «Gloria» von Poulenc im ersten Teil und der «Misa Tango» von Bacalov und diversen Tangos im zweiten Teil war wiederum sehr gefällig und dankbar für das Orchester. Das Tango-Paar, welches die Tangos auf der Bühne tänzerisch umrahmte, rundete dieses Konzerterlebnis wunderbar ab.


Das erste Santa-Halbjahr wurde wiederum mit der traditionellen Santa Serata bei Chregu an einem Juni-Abend beendet. Vielen herzlichen Dank, Chregu, für deine Gastfreundschaft!

11./12. November 2017, Herbstprojekt «Fugato» (Reihe «Musiker der Zukunft») im Yehudi Menuhin Forum in Bern und in der Lukaskirche Luzern

  • J. Sibelius, Suite Champetre, op. 98 Nr. 2
  • J. Haydn, Cellokonzert C-Dur
  • J. S. Bach, Doppelkonzert für Violine und Oboe
  • D. Schostakowitsch, Kammersinfonie op. 110a (Orchesterfassung von Georg Köhler).

Nach den Sommerferien begannen bereits die Proben für unser Herbstprojekt unter dem Titel «Fugato» in der Reihe «Musiker der Zukunft». Leider konnte unser Dirigent Droujelub Yanakiew bei diesem Projekt nicht dirigieren. Nach längeren Abklärungen konnten wir jedoch wiederum Georg Köhler für uns gewinnen, nachdem wir ihn 2015 bei einem ähnlichen Projekt kennengelernt haben. Mit diesem jungen Dirigenten durften wir Yacin Elbay (Violine), Milena Umiglia (Cello) und Rebecca Devonas (Oboe), drei begabte junge InstrumentalistInnen, begleiten. Das Konzert wurde – aufgrund von Kontakten von Yacin – freitags im kleineren Rahmen im Yehudi Menuhin Forum in Bern aufgeführt. Am Samstag fand das zweite Konzert in der fast vollen Lukaskirche in Luzern statt und wurde mit anhaltendem Applaus beklatscht. Das Projekt mit Georg Köhler war ein grosser Erfolg und das Orchester hat sehr gut mit ihm harmoniert – was auf Gegenseitigkeit beruhte. Es wird wohl nicht das letzte gemeinsame Projekt gewesen sein.

22./27./28. Oktober 2017, Engagement «Dorothea» in der Pfarrkirche Sachseln, der Klosterkirche Einsiedeln und der Hofkirche Luzern

  • Joel von Moos, «Dorothea» (Uraufführung)

Während «Fugato» probte ein Teil des Orchesters Santa Maria mit dem Projekt «Dorothea» erneut gleichzeitig für zwei Konzerte. Auch dieses Engagement war dermassen  spannend und vielseitig, dass die Proben und die Konzerte nicht zur Doppelbelastung wurden.
Der junge Obwaldner Komponist Joel von Moos hat im Rahmen von Mehr Ranft -  Gedenkjahr 600 Jahre Niklaus von Flüeh mit «Dorothea – eine Kantate zu Ehren des Niklaus von Flüe» ein musikalisches Werk für Solojodel, Männerchor, Orgel und Streichorchester geschrieben. Spannend war vor allem die Verbindung der zwei Musikwelten Klassik und Jodel. Mit der berühmten Jodlerin Nadja Räss und dem Orchester wurde Niklaus’ Frau – also «Dorothea» - vertont. Der Herrenchor (von der Knabenkantorei Luzern unter der Leitung von Eberhard Rex) sowie die Orgel (gespielt vom renommierten Organisten Wolfgang Sieber) verkörperten Niklaus von Flüe. Daraus ergab sich ein musikalisches Gespräch. Die Kantate durften wir in Sachseln, Einsiedeln und Luzern jeweils in vollen Kirchen uraufführen. Die Musik berührte – es war ein Erlebnis der besonderen Art.

1./2. Dezember 2017, Weihnachtskonzert St. Anna

  • G. Ph. Telemann - Concerto Polonois in G Dur
  • J. S. Bach - Violin Concerto in E Dur BWV 1042
  • J. S. Bach - Cembalo Concerto A Dur BWV 1055
  • A. Corelli - Concerto fatto per la notte di natale N8

Wie letztes Jahr haben Droujelub Yanakiew und Vital Julian Frey für das Weihnachtskonzert im St. Anna zusammen ein stimmiges Programm erstellt und uns in die Welt des Barocks entführt. Auch durften wir wiederum Droujelub als Konzertmeister und Solisten geniessen und Vital Julian Frey fasziniert seinem Spiel folgen. Die Probearbeit und die beiden Konzerte waren neben intensiver Probearbeit ein Genuss für alle Beteiligten. Leider konnten wir wohl die Mitarbeitenden des St. Anna – für welche das Konzert am 1. Dezember organisiert wurde – mit unserem Programm im Vorfeld nicht genügend begeistern, so dass nur wenige am Freitag den Weg in die Alte Kapelle fanden. Wir freuten uns jedoch darüber, dass wir dieses tolle Programm am Samstag nochmals aufführen und damit die Adventszeit eröffnen durften.

Einmal mehr war das vergangene Santa-Jahr gespickt mit musikalischen Höhenflügen und interessanten Begegnungen – sei es musikalischer, persönlicher oder auch die Aufführungsorte betreffender Art: Jodel, PH-Chor, Klosterkirche, Ebony Preston Woods und Derrick Lawrence, die Knabenkantorei, Tango-Musik und -Tanz, Musiker der Zukunft, unglaubliche Töne aus der Orgel der Hofkirche und aus Vital Julian Freys Cembalo… und so vieles mehr.
Wir dürfen uns glücklich schätzen, immer wieder auf solch interessante Angebote und Engagements zu stossen, welche uns als Orchester nicht nur musikalisch beglücken, sondern auch weiter bringen. Gleichzeitig haben wir die Möglichkeit, unsere eigenen Projekte umzusetzen und dürfen da auf einen festen Kern im Orchesters zählen – und auf einen unglaublichen Drouji (und in diesem Jahr auch Georg Köhler), der uns die Musik in penibel vorbereiteter Probearbeit näher bringt und uns bei den Konzerten jeweils zur Höchstform auflaufen lässt.

All denjenigen, die sich in irgendeiner Form für das Gelingen unseres musikalischen Schaffens einsetzen – Mitspielerinnen und Mitspieler, Vorstandsmitglieder, Gönnerinnen und Gönner, Donatorinnen und Donatoren – sei ein grosses Dankeschön ausgesprochen für den unermüdlichen Einsatz für unser Orchester Santa Maria!

 

21. Februar 2018

Janine Wigger Sidler, Präsidentin Orchester Santa Maria